Freitag, 27. Juni 2014

Baustelle

Vielleicht haben Sie es ja schon gesehen - meine Homepage ist im Moment eine Baustelle. Das soll aber natürlich nicht so bleiben; ich peile hier an, dass sie spätestens am Montag (also am 30.06.14) wieder erreichbar ist. 

Hintergrund dieser Aktion ist, dass ich dabei bin, den Informationsteil der Seite gründlich zu überarbeiten und gleichzeitig - wenn ich schon mal dabei bin - das Design noch ein wenig zu verfeinern und die Navigation noch ein bisschen einfacher zu machen. 

Lassen Sie sich also überraschen und gucken Sie am Montag einfach mal herein! 

Sonntag, 22. Juni 2014

Hochzeitstag!

Nein, keine Angst, nicht mein eigener. Aber ich hatte tatsächlich seit längerer Zeit am Freitag mal wieder das Vergnügen, bei einer Eheschließung dabei sein zu dürfen. Normalerweise bin ich ja berufsbedingt eher bei Scheidungen anwesend - schön, wenn es mal das Gegenteil ist! 


Ich wünsche Euch beiden von Herzen alles, alles Gute! 

Und trotz der ganzen Scheidungen, die ich nun schon erlebt habe, bin ich doch immer noch optimistisch. Ja sicher, es kann gutgehen! Garantien gibt's dabei zwar nicht, aber dafür hat man es bis zu einem gewissen Grad immerhin selbst in der Hand. Das ist doch schon mal was, oder?

Aber egal, ob man nun den Standesbeamten aufsucht oder nicht - sagen wir's mit Gareth in "Vier Hochzeiten und ein Todesfall":
Wahre Liebe... Mögen wir alle, wenn wir einmal alt und senil geworden sind, sagen können: "Auch ich wurde einmal angebetet." 








Dienstag, 17. Juni 2014

Frau Anwältin tippt...

Ich gebe es zu: Ich gucke Fußball. Sogar gerne. Zumindest dann, wenn er gut gespielt ist. Und bei einer WM sollte man das schon annehmen, oder? 

Falls Sie in den nächsten Wochen bei mir im Büro sitzen, dann können Sie ja mal einen Blick auf die Seite meines Aktenschranks riskieren: Da hängt mein Spielplan, inklusive sämtlicher Tipps für die Vorrunde.



Wer sagt eigentlich, dass in einem Anwaltsbüro keine privaten Dinge zu finden sein sollen?! Solange man mein Büro noch als solches erkennen kann, habe ich da wenig Probleme....

Beim Spiel Ghana-USA habe ich komplett richtig gelegen (nennen Sie mich Cassandra!), aber das 4:0 gegen Portugal konnte sogar ich nicht vorhersehen... vor allem, weil ich Herrn Ronaldo allem Anschein nach doch ein wenig überschätzt habe: Ich hatte gedacht, dass er wenigstens einmal durchkommt. Kam er aber nicht. Na ja, nicht wirklich schlimm...

Im Detail:


Blau ist jeweils das Ergebnis, das ich getippt hatte (vor Beginn der WM); rosa ist das tatsächliche Ergebnis, und die kleinen roten Zahlen können Sie sich ruhig wegdenken, denn die betreffen nur die Schwentkersche familieninterne Tipp-Wertung (1 Punkt für die richtige Tendenz, 3 für das richtige Ergebnis).

Wenn die WM vorbei ist, dann wird auch der Spielplan wieder verschwinden. Aber es ist schon ganz praktisch, ihn auf diese Weise im Blick zu haben.

Meine bessere Hälfte hält sich übrigens aus der ganzen Angelegenheit komplett heraus... es sind keine leichten Wochen für ihn. 

Donnerstag, 12. Juni 2014

Anschriftenänderung bei Bewilligung von Verfahrens- und Prozesskostenhilfe

Wenn Sie in diesem Jahr Verfahrens- oder Prozesskostenhilfe beantragt haben und diese auch bewilligt wurde (sei es mit oder ohne Ratenzahlung), dann sind Sie verpflichtet, Änderungen Ihrer Adresse unaufgefordert und unverzüglich dem Gericht mitzuteilen, und zwar während der nächsten vier Jahre nach Abschluss des Verfahrens.

Auf meiner Homepage habe ich nun eine Musterformulierung eingestellt, die Ihnen diese Mitteilung an das Gericht leichter machen sollte. Hier ist der Link:


Wenn Sie also einen Umzug planen, setzen Sie die Mitteilung an das Gericht auf Ihre To-Do-Liste! Wenn Sie es vergessen, kann der Bewilligungsbeschluss nachträglich aufgehoben werden, mit der unschönen Folge, dass Sie die bisher geflossenen Gelder zurückzahlen müssen. Wenn das kein Grund ist, sich die fünf Minuten Zeit zu nehmen...? 

Mittwoch, 11. Juni 2014

In der Warteschleife beim Jobcenter in Gütersloh

Anruf beim Jobcenter in Gütersloh; ich möchte einen Termin für meine Mandantschaft ausmachen. Und natürlich hänge ich erst einmal in der Warteschleife. Dreimal dürfen Sie raten, welches Lied mir entgegenschallt? Natürlich: Pharrell Williams' "Happy".

"Clap along if you feel like a room without a roof. 'cause I'm happy. Clap along..." 

Dabei fällt es sogar mir schwer, ruhig sitzen zu bleiben. Zwar habe ich keine Ahnung, wie sich so ein Zimmer ohne Decke fühlen mag (was will uns der Mann mit seinem Songtext eigentlich sagen?!), aber eins weiß ich dann doch: Wenn ich in eigener Sache dort angerufen hätte, dann würde ich mir doch etwas verschaukelt vorkommen: "Happy" wäre ich in dem Moment wohl nicht gerade... 

Nicht, dass sie gleich ein Requiem als Warteschleifenmusik nehmen müssten, aber da fallen mir auf Anhieb doch ein paar passendere Alternativen ein: "I need a Dollar" oder ganz klassisch "Money Money Money"...

Mittwoch, 4. Juni 2014

Jammern auf hohem Niveau

Wir tendieren ja bekanntlich dazu, uns ständig über den deutschen Staat zu beschweren. Natürlich, unser System ist nicht perfekt, aber ich denke, dass der perfekte Staat doch eher eine Utopie ist.

Manchmal vergessen wir dabei vor lauter Jammern über die scheinbar unendliche Bürokratie aber auch, wie wichtig es ist, dass der deutsche Staat als Rechtsstaat ausgelegt ist. Das eine mag nach deutscher Auffassung das andere begründen, aber wenn ich die Wahl habe, dann ziehe ich doch den Papierkrieg vor. Wer nicht die Möglichkeit hat, gegen behördliche und politische Entscheidungen vorzugehen (und diese Möglichkeiten haben wir, sogar auf vielfältige Weise), der läuft Gefahr, sich irgendwann der staatlichen Übermacht gegenüber zu sehen. Im übelsten Fall bedient sich diese staatliche Übermacht Mitteln wie Panzern, Folter und der Eliminierung der Kritiker.

Tiananmen ist heute genau 25 Jahre her. Wer in China auf die Straße geht, der muss auch heute dazu noch mehr Mut aufbringen wir, die wir nicht befürchten müssten, im Gefängnis zu verschwinden, nur weil wir uns kritisch gegenüber der Regierung äußern.

Das sollte man im Hinterkopf behalten. Nur für den Fall, dass irgendwann wieder das große Jammern kommt. Uns geht's in dieser Hinsicht verdammt gut.