Freitag, 16. Oktober 2015
Manchmal bekommt man von Mandanten mehr, als man eigentlich will.
Fiese Erkältungen zum Beispiel.
Mein Hirn funktioniert noch, aber meine Stimme ist doch ziemlich angeschlagen. In schlechten Momenten kann ich nur noch kieksen, und das hört sich selbst für meine eigenen Ohren ziemlich merkwürdig an. Vor längeren Diskussionen über rechtlich strittige Sachverhalte drücke ich mich dementsprechend heute, oder besser: Ich versuche mich auf meine ostwestfälischen Wurzeln zu besinnen und mich möglich kurz zu fassen. Teilweise habe ich das inzwischen nämlich verlernt, und insofern ist das eine ziemliche Herausforderung, schon alleine, weil es ja auch zu meinem Job gehört, den Leuten rechtliche oder auch tatsächliche Sachverhalte zu erklären.
Vorgestern Abend fing es an, gestern im Laufe des Tages wurde es immer schlimmer (es hilft auch nicht, wenn man noch lautstark nach einem Gerichtstermin gegen den Straßenlärm der B68 mit einem Mandanten andiskutieren muss), und um Viertel vor 9 war mir dann klar, dass es für alle Beteiligten sinniger wäre, wenn ich mich direkt ins Bett begebe und nicht erst noch über Los gehe.
Heute beschränke ich mich also so gut es eben geht darauf, die schriftlichen Teile meines Jobs zu erledigen. Mein Kopf und meine Finger sind ja schließlich noch einsatzbereit, also werde ich den Rest des Arbeitstages wohl eher stumm und tippend verbringen. Und mir zwischendurch eine riesige Tasse heiße Milch mit Honig gönnen.
Sie können mir glauben - ich mache drei Kreuze, dass das Wochenende vor der Tür steht!
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