Sonntag, 14. Februar 2016

Kaffee statt Schnittblumen: Valentinstag am Katharinenstollen


Heute ist Valentinstag. Und das ist mir erst eingefallen, als ich meinen ersten Kaffee in der Hand hielt... typisch für mich, eigentlich.

Die einzigen Blumen, die ich heute bekomme, sind die Schneeglöckchen, die inzwischen in unserem Garten aufgetaucht sind, und ganz ehrlich, damit kann ich gut leben. Ob mich jemand liebt oder nicht, das mache ich doch nicht daran fest, ob ich an einem bestimmten Jahr im Tag Blumen von ihm bekomme oder nicht. Ich wäre ja schön blöd, wenn ich es täte.

Wenn ich in zwanzig Jahren Beziehung und knapp dreizehn Jahren Anwaltsdasein etwas gelernt habe, dann dieses: Es sind nicht die großen Gesten, die eine Beziehung ausmachen; es sind die kleinen. Zum Beispiel der erste Kaffee, den ich morgens bekomme, wenn ich noch so verschlafen bin, dass ich glatt vergessen würde, die Tasse unter den Kaffeevollautomaten zu stellen. Oder dass er mir, wenn ich einnicke, den Kindle aus der Hand nimmt, bevor er auf dem Boden aufschlägt (der Kindle, nicht meine bessere Hälfte).

Dafür bin ich jeden Tag wieder dankbar. Nicht nur am Valentinstag.



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