So sehr ich auch diese Feiertage genieße (und das gute Essen, das oft damit verbunden ist): Sie bringen mich doch auch ein wenig in die Bredouille.Der Haken ist, dass zwar die Arbeitszeit weniger wird, aber die Arbeit nicht. Und weil ich allein arbeite, bedeutet das, dass ich in der verbliebenen Arbeitszeit halt einfach mehr schaffen muss. Meine Fristen bleiben halt nicht stehen, nur weil zwischendurch mal zwei Feiertage sind.
Diese Woche kommt noch eine "besondere Härte" (darauf berufen wir Juristen uns ja gerne) dazu: Heute Pfingstmontag, morgen früh am Gericht, übermorgen Nachmittag ein auswärtiger Termin und ab Donnerstag bin ich dann wieder für dreieinhalb Tage in Bonn, um den inzwischen fünften Teil von meinem Fachanwaltslehrgang hinter mich zu bringen. Ich freue mich zwar jetzt schon wieder auf die hervorragenden Tortellini aus der Pizzeria schräg gegenüber von unserem Tagungshotel, aber wenn Sie von 08.30 bis 18.00 Uhr Familienrecht auf einem verflixt hohen Niveau um die Ohren gehauen bekommen, dann setzen Sie sich abends auch nicht mehr hin und bearbeiten und noch ein paar Akten. Dann ist die Aufnahmefähigkeit ihres Hirns nämlich ... null. Zumindest geht's mir so.
Das heißt für mich, dass ich in dieser Woche de facto nicht fünf, sondern nur eineinhalb Arbeitstage habe. Na ja, fast. Man wird mich heute Abend noch definitiv mit der dicken Akte für morgen antreffen. Aber da kann ich dann ja in Ruhe arbeiten. Ist ja Feiertag.
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