Und das liegt an dieser verflixten Fußball-EM.
Wer mich kennt, der weiß, dass ich gerne Fußball gucke. In der Praxis wäre ich zwar eine absolute Niete, aber in der Theorie bin ich gar nicht mal so schlecht - ich erkenne zumindest ein Abseits, wenn ich eins sehe. Im Grunde fing das im Herbst 1980 an, als ich von meinem Opa immer die Panini-Bilder der Bundesliga-Saison 1980/81 geschenkt bekam. Damals war ich sogar noch Bayern-Fan, erstaunlicherweise. Ich weiß noch, wie ich in meinem Paul-Breitner-T-Shirt Gummitwist geübt habe.
Tja, die Zeiten ändern sich eben doch.
Aber manche Vorlieben sind auch geblieben. Immer dann, wenn WMs und EMs sind und die Spiele zu einer einigermaßen vertretbaren Uhrzeit laufen und ich Zeit habe, sie zu gucken, dann ist der Fernseher (oder auch der Rechner) an. Das erste große Turnier, an das ich mich bewusst erinnern kann, war die WM 1982 in Spanien mit dem unfreiwilligen Kopsterbolter von Walter Eschweiler.
Meine bessere Hälfte, seinerseits so gar und überhaupt nicht fußballinteressiert, wird jedenfalls wie jedes Mal drei Kreuze machen, wenn das Finale vorbei ist... bei uns ist die Welt halt manchmal anders als bei anderen.
Gut, von dem Drei-Uhr-Spiel kriege ich meist nicht so viel mit, von dem Sechs-Uhr-Spiel schon mehr. Das Neun-Uhr-Spiel ist dann gebucht, egal wer spielt. Im Moment sind es übrigens Portugal und Österreich, die aber außer einer unschön zunehmenden Anzahl von Fouls noch nicht viel zustande gebracht haben. Obwohl, langsam wird's besser...
Wenn es nach mir ginge, dann könnte das Abendspiel ruhig eine halbe Stunde früher anfangen. Oder meinetwegen auch schon um 8. Wenn die nämlich um kurz vor 11 durch sind, dann bin ich im Moment abends immer noch so unschön hellwach, mit der Folge, dass es mir wirklich schwer fällt, morgens so früh aufzustehen wie ich es eigentlich vorhabe, damit ich noch ein bisschen Zeit für mich (und vielleicht sogar für meinen lästigen Haushalt) habe, bevor der Irrsinn des Alltags losgeht.
Okay, ich jammere jetzt wirklich auf hohem Niveau. Ich hab's zur Arbeit ja nicht weit...

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen